Müsliriegel

Wusstet ihr schon, dass man Müsliriegel ganz leicht selbst herstellen kann? Neulich habe ich mir Silikonformen für Müsliriegel gekauft und damit angefangen verschiedene Rezepturen zu testen. Damit ihr das auch so gut hinbekommt ein paar hilfreiche Infos vorweg:

  1. Ihr könnt die Inhaltsstoffe an euren persönlichen Geschmack anpassen, solltet aber die Mengenverhältnisse beibehalten (Verhältnis  Saaten/ Nüsse zu Früchten) sonst wird das ganze schnell eine trockene Nummer.
  2. Datteln haben sehr viel Süße, wenn ihr die Datteln austauscht müsst ihr evtl. noch etwas  braunen Zucker zugeben.
  3. Durch das Eiweiß erhalten die Riegel  ihre Stabilität (damit im gebackenen Zustand nicht alles zerbröselt) also bitte nicht weglassen!
  4. Beim backen bitte den Ofen im Blick behalten. Jeder Backofen ist anders und nur so könnt ihr evtl. frühzeitig herunterschalten, bzw. die Backzeit anpassen.

Hier kommt aber jetzt endlich das Rezept:

Ihr benötigt:  Silikonformen für Müsliriegel (falls ihr keine habt, versucht, die Maße auf Backpapier aufzutragen und direkt nach dem Backen zu schneiden)

Zutaten:

  • 40g Butter
  • 60g Honig
  • 1TL Zimt
  • 80g Dinkelflocken (oder Haferflocken)
  • 50g Datteln
  • 50g getrocknete Cranberries
  • 100g gemischte Saaten und Nüsse (Chia, Sesam, Walnüsse, Pecannüsse)
  • 1 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • Optional: gehobelte Mandeln, Sonnenblumenkerne oder Sesam zum bestreuen

Zubereitung:

  1. Backofen auf 160° Umluft vorheizen
  2. Die Butter schmelzen:                                    Thermomix:  3 min / 55°C / Stufe 1.5
  3. Restliche  Zutaten zufügen:                          Thermomix: 8 sec / Stufe 5
  4. anschliessend 15 sec / Stufe 4 / Rückwärtslauf vermischen
  5. Die Formen kalt ausspülen und NICHT abtrocknen
  6. Die Masse mit nassen Händen in die Form drücken
  7. Wenn ihr mögt, könnt ihr jetzt noch obendrauf gehobelte Manden, Sonnenblumenkerne oder Sesam aufstreuen und leicht andrücken
  8. Auf der mittleren Schiene im Backofen ca. 20 min backen, die Riegel sollten schön goldbraun sein.
  9. Danach in der Form auskühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form herausdrücken

Ich wünsche euch wie immer gutes Gelingen und freue mich über Feedback,

eure Lindenthalerin💕👩🏼‍🍳

Vanillekipferl (Dinkelversion)

Vanillekipferl sind ein ganz traditionelles Weihnachtsgebäck. Ich persönlich mag an Weihnachten nicht ständig etwas Neues, sondern eigentlich immer das Gleiche. Deshalb sieht sowohl mein Adventskranz als auch mein Weihnachtsbaum in jedem Jahr gleich aus. Das liegt daran, dass ich Traditionen liebe. Nicht alle, aber die zur Weihnachtszeit. Dieses klassische Rezept gehört deshalb für mich alljährlich dazu und wir lieben es. Genau so und nicht anders. Weil es einfach ein Klassiker ist und keinerlei Veränderung bedarf. Wer also ein traditionelles Geschmackserlebnis sucht, ist bei diesem Rezept genau richtig.

Viel Erfolg beim Nachbacken wünscht euch eure Lindenthalerin 👩🏼‍🍳

Ihr benötigt:

-Klarsichtfolie

-Backmatte

-mit Backpapier belegte Backbleche

-eine flache, größere Schale für die Puderzucker-Mischung

Zutaten: Für den Teig:

-250g Dinkelmehl 630

-210g Butter, gewürfelt

-100g gemahlene Mandeln

-80g Zucker

-10g Vanillezucker

-Mark von 1 Vanilleschote

Zum wälzen:

-100g Puderzucker

-20g Vanillezucker

Zubereitung: Die Zutaten für den Teig in den Mixtopf geben und kurz verrühren.

Thermomix: 25sec / St. 4 Teig in Folie wickeln und für ca. 1h in den Kühlschrank geben.

Den Backofen auf ca. 170° Umluft vorheizen

Aus dem Teig portionsweise Rollen mit ca 3cm Durchmesser formen. Immer ca. 1cm abschneiden und davon Halbmonde formen und mit genügend Abstand auf das Backblech legen (werden breiter und größer)

Die Kipferl auf der 2. Schiene von unten ca. 10-15 min unter Sichtkontakt backen. Ich empfehle immer einen Probekeks zu backen um die Einstellungen des Ofens optimal anzupassen.

Die Kipferl ca. 5 min auf dem Blech abkühlen lassen. Nicht umsetzen, frisch gebacken brechen sie extrem leicht. Danach ganz vorsichtig in der Puder-Vanillezucker-Mischung von beiden Seiten wälzen und……genießen!

Die Menge ergibt ungefähr 3 Backbleche voll.

Vanillemürbchen oder Plätzchenteig für Faule

EIn Teig, fünf verschiedene Sorten Plätzchen, geht das überhaupt? Ich bin der Meinung ja! Jedes Jahr in der Weihnachtszeit geht er von neuem los, der Konkurrenzkampf zwischen Müttern, Schwiegermüttern und -töchtern, Arbeitskollegen und Freunden. „Wie, du hast noch nicht gebacken? Ich hab schon 10 verschiedene Sorten“. Schluss damit, die Zeit ist für viele knapp, tausend geplante und vor allem ungeplante Dinge wollen vor Weihnachten noch erledigt werden und hier kommt die Lösung: Ein Ruckzuck-Plätzchenteig, der sich vielseitig zu den verschiedensten Sorten weiterverarbeiten lässt.

Ihr benötigt:

Mit Backpapier belegte Backbleche

Klarsichtfolie

Nudelholz

Ausstecher

Diverse kleine Gefrierbeutel (oder Plastikbrotbeutel) für die verschiedenen Güsse

1 Saftglas mit breiterer Öffnung ( da macht ihr den Beutel hinein, stülpt den Rand nach außen um und füllt den Guss) hinein. Danach zuknoten und kleine Spitze abschneiden für Spritzglasur.

Zutaten für den Teig:

250g weiche Butter

100g Puderzucker

1 Btl. Vanillezucker

260g gesiebtes Mehl

3 Beutel Puddingpulver Vanille

1 EL Milch

ausgekratztes Mark 1 Vanilleschote

Zubereitung:

Butter in Stücken in den Mixtopf geben, Puderzucker und Vanillezucker zufügen

Thermomix: 10 sec/ Stufe 4

Mehl, Puddingpulver,Milch, Vanilleschote zugeben

Thermomix: 20sec / Stufe 4

Teig in Klarsichtfolie wickeln und für 30 min in den Kühlschrank geben

Backofen auf 170° Ober- Unterhitze vorheizen

Eine Backmatte mit Klarsichtfolie belegen und die Enden der Klarsichtfolie unter der Matte einschlagen. Einen Teil des Teiges auf die Matte geben, den Rest zurück in den Kühlschrank geben. Auf den Teig ein weiteres Stück Klarsichtfolie geben (so lang wie die Matte) und den Teig jetzt ausrollen in gewünschter Dicke ca. 3-4 mm.

Je nach Geschmack ausstechen z.B kleine, runde Kekse für Doppeldecker, Sterne , ein paar große, die ihr besonders verzieren möchtet und ein paar runde Kugeln aus denen ihr Liebesaugen machen könnt.dazu die Kugeln etwas flachdrücken und mit dem Kochlöffelende eine Vertiefung g hineindrücken.

Die Förmchen immer wieder in Mehl tauchen, damit der Teig nicht darin kleben bleibt und den Teig nicht warm werden lassen.

Die Plätzchen unter Sichtkontakt ca 10-15min backen. Ich empfehle immer zuerst einen einzelnen Probekeks zu backen um die Temperatur für euren Ofen perfekt anzupassen, denn bei dem einen Ofen können es auch 160° oder 180° sein oder eben 10 oder 15 min.

Ihr erhaltet je nach Form eurer Ausstecher ca. 60-80 Kekse, die ihr abkühlen lasst und dann nach Lust und Laune weiterverarbeiten könnt. Bei den Keksen auf dem Foto wurde ein Teil mit Nutella gefüllt und danach mit Zartbitterguss und weißem Guss überzogen  und mit gehackten Pistazien bestreut. Die Sterne wurden mit Zartbitter-Schokolade gefüllt und mit weißer Schokolade überzogen  auf die Schneeflocken kam ein pinker Zitronenguss (mit etwas roter Lebensmittelfarbe, Zitronensaft und Puderzucker angerührt. Die Liebesaugen wurden mit einer Erdbeer-Secco-Marmelade gefüllt.

Wie ihr den Schokoladenguss herstellt, erfahrt ihr in der Liste „Tipps und Tricks für den Thermomix“ hier auf dem Blog.

https://lindenthalerin.wordpress.com/tricks-und-tipps-fuer-thermomix/

Viel Erfolg beim Nachbacken,

Eure Lindenthalerin 👩🏼‍🍳

Frankfurter Bethmännchen

Einige wissen ja bereits, dass ich aus Hessen komme aber bereits seit über 20 Jahren in Köln wohne. Jede Region hat ihr typischen Weihnachtsgebäck, etwas das unbedingt dazu gehört, sonst wäre es kein Weihnachten. Für die einen sind das die Nürnberger Lebkuchen oder die Aachener Printen , für mich sind es Frankfurter Bethmännchen. Um dieses köstliche Marzipangebäck ranken sich viele Legenden, Goethe soll sie geliebt haben,dabei kann es sich aber gar nicht um die Bethmännchen, sondern um eine frühere Frankfurter Spezialität die Frankfurter Brenten, ein Marzipangebäck, gehandelt haben. Nachweislich wurden die Bethmännchen von einem französischen Konditor, der im Hause der Bankiersfamilie Bethmann in Frankfurt anstellig war, im 19.Jahrhundert kreiert. Es handelt sich um ein Marzipangeback mit Rosenwasser, das ursprünglich mit 4 Mandelhäften belegt war, eine  als Symbol für jeden der vier Söhne des Bankiers. Nachdem einer der Söhne verstarb, wurden nur noch 3 Hälften angebracht.

Von mir bekommt ihr jetzt ein alltagstaugliches, sehr köstliches Rezept mit bereits fertigem Marzipan, da meiner Meinung nach heutzutage kaum jemand Zeit hat eigenes Marzipan herzustellen.

So jetzt hab ich euch, aber genug den Mund wäßrig gemacht. Hier kommt jetzt endlich das Rezept!

Ihr benötigt für etwa 30 Stück:

Für den Teig:

250g Marzipan

60g Puderzucker

1 Eiweiß

20g Dinkelmehl 630

10g Speisestärke

Belag:

ca. 60g halbierte geschälte Mandel (hier empfehle ich euch unbedingt, selbst zu schälen, da gekaufte, geschälte Mandeln zum einen sehr teuer, zum zweiten aber quasi nicht vernünftig halbiert werden können, da keine Restfeuchte mehr vorhanden ist. Selbstschälen -für die Backanfänger- funktioniert folgendermaßen: Mandeln mit Wasser in den Kochtopf geben und ein paar Minuten sprudelnd aufkochen lassen, anschließend in ein Sieb abschütten und mit kaltem Wasser abschrecken. Dann lässt sich die Schale ganz einfach “abflutschen”. Anschließend die Mandeln auf einem Handtuch trocknen lassen und dann mit einem kleinen Messer entlang der “Nahtstelle” vorsichtig halbieren.

Guss:

Nach dem Backen werden die Bethmännchen noch warm mit einem Guss aus Puderzucker und Rosenwasser bestrichen.

3 EL Rosenwasser (gibts günstig in türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäft en)

3 EL Puderzucker

Zubereitung:

Marzipan in Stücken, Puderzucker, Eiweiß, Stärke und Mehl miteinander verrühren.

Thermomix: 30 sec. / St. 4.5

Achtung: Teig ist sehr klebrig! Marzipan aus dem Topf am Besten direkt auf ein Stück Klarsichtfolie geben, dann 2-3 mal die Turbotaste bedienen um die Reste besser heraus zu bekommen.  Es kann auch hilfreich sein den Spatel etwas anzufeuchten.

Den Teig nochmal 1 Stunde in Klarsichtfolie gewickelt in den Kühlschrank stellen. Je kälter der Teig ist, desto weniger klebt er.

Bethmännchen formen:

Backofen auf ca. 160° Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Mit Backpapier belegtes Backblech bereitstellen.

Es empfiehlt sich eine Schale mit Wasser an den Arbeitsplatz zu stellen um sich regelmäßig die Hände anzufeuchten.

Ca. 30 Kugeln formen. Hände immer wieder mit Wasser anfeuchten, wenn es zu klebrig wird (macht zarte Haut :-)) Die geformten Kugeln sollten ungefähr die Größe von Marzipankartoffeln haben.

Anschließend die drei Mandelhälften mit der Spitze nach oben andrücken (wie bei einem Tipi-Zelt, also pyramidenförmig)

Auf der 2. Schiene von unten ca. 15- 20 min backen.  Bitte haltet Sichtkontakt, jeder Ofen ist anders und es wäre schade wenn sie verbrennen. Lieber etwas geringere Temperatur, damit sie nicht aufreißen. Ihr kennt euren Ofen am Besten!

Auf dem Blech etwas abkühlen lassen in dieser Zeit den Rosenwasser-Guss vorbereiten. Ich mache das in einem kleinen Milchtopf auf dem Herd. Rosenwasser und Puderzucker sprudeln aufkochen lassen und die warmen Bethmännchen damit bestreichen.  Ich empfehle euch, das alles auf Backpapier zu machen. Es dauert eine Weile bis sie getrocknet sind und wenn ihr sie zu schnell auf einen Teller umsetzt kann es sein dass euch ansonsten der Boden abreißt.

Ich wünsche euch wie immer gutes Gelingen und freue mich auf eure Feedbacks!

Eure Lindenthalerin👩🏼‍🍳

Herzhafte Käsefüße

Ich liebe Käsegebäck über alles, ihr auch? Dann nichts wie ran an dieses einfache, leckere Rezept.

Ihr braucht eine Ausstechform, im besten Fall  eine in Fuß -Form ihr könnt aber natürlich auch andere Formen verwenden.

Zutaten:

150 g weiche Butter

200 g geriebener aromatischer Käse z.B. Bergkäse, Appenzeller, Emmentaler

250 g Dinkelmehl 630

125 ml Schlagsahne

1/2 TL Salz

1/4 TL Paprika

1/2 TL Backpulver

nach dem Backen:

1 Eigelb

Rosa  Pfefferkörner und grobes Salz zum verzieren

Zubereitung:

Als erstes müsst ihr die Butter mit dem geriebenen Käse verrühren. Anschließend die anderen Zutaten in der Reihenfolge wie oben zufügen, bis ihr einen geschmeidigen Teig habt. (Wenn ihr einen Thermomix habt, könnt ihr den geriebenen Käse selbst herstellen dazu würfelt ihr den Käse und geht 6 sec auf Stufe 5, dann restliche Zutaten zufügen und auf Teigstufe schalten 1,5 min)

Der Teig wandert jetzt für 1-2 Std in den Kühlschrank

Nach Ablauf der Kühlzeit den Backofen auf 200* Ober-/Unterhitze vorheizen

Nun rollt ihr den Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte oder Backmatte 6mm dick aus und stecht die Füße aus. Diese legt ihr  auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.

Die Käsefüße werden mit dem verquirlten Eigelb bepinselt und mit den Pfefferkörnen und Salz bestreut.

Die Bleche werden nacheinander auf der mittleren Einschubhöhe ca.  15 min gebacken. Die Einstellungen variieren von Ofen zu Ofen. Wer ganz sicher gehen will backt ein Probeexemplar und passt die Einstellungen an seinen Backofen an.

Frisch schmecken die Käsefüße am allerbesten sie können aber auch in einer Blechdose aufbewahrt werden.

Variation:Die Plätzchen können alternativ auch mit getrockneten Kräutern, gehackten Mandeln oder Walnüssen, Mohn, Sesam, Chia bestreut werden.