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Neapel

Neapel | Werbung

Für Red Gold from Europe nach Neapel

Wir sind die Presse!

Vor einiger Zeit bekomme ich eine Einladung zu einer Pressereise nach Neapel. Für die von der EU Co-finanzierte Kampagne redgoldfromeurope.de geht es für insgesamt sechs Tage nach Bella Napoli. Wie toll, denke ich und doch bin nicht vorbereitet auf das, was mich dort erwartet.

Gewohnt haben wir mitten in der Altstadt. In der Nähe der Piazza Garibaldi liegt das superschöne B&B, das Domus Deorum Deluxe. Von dort aus starten unsere Ausflüge mit einem privaten Transfer zu den verschiedenen Destinationen. Während dieser Zeit betreut uns unsere Reiseleiterin Donatella. Sie erzählt uns alles über Geschichte und Kultur, gespickt mit lustigen Anekdoten aus ihrem Potpourri an Erlebnissen als Tour-Guide für ihre reisenden Landsleute im Ausland. Jeden Tag gehen wir zum Lunch und Dinner in verschiedene Restaurants. Natürlich fehlen dort nie die Tomatenspezialitäten in der Menüfolge und wir schlemmen uns 6 Tage durch einen herrlichen Mix aus Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse.

Zwei der Restaurants befinden sich sogar in unmittelbarer Laufnähe. Zum einen das Ristorante Mimi, in dem schon viel Prominenz gegessen hat, wie der in Neapel schon fast göttlich verehrte Diego Maradona oder Robert De Niro. Zum anderen das Gaetano Adamo, was nicht nur schmackhaftes neapolitanisches Essen zubereiten kann, sondern auch noch das liebenswerteste Personal hat. Hier haben wir einen wunderbaren ersten Abend verbracht. Nach viel Champagner und Wein haben wir gemeinsam mit den Mitarbeitern getrunken, gesungen und bis in die Nacht hinein getanzt. Nach diesem Abend bin ich direkt angekommen in Bella Napoli.

Welchem Zweck dient die Red Gold From Europe Kampagne?

In den nächsten zwei Tagen widmen wir uns intensiver dem eigentlichen Zweck unserer Reise. ANICAV [Associazione Nazionale Industriali Conserve Alimentari Vegetali] hat die Kampagne Red Gold from Europe geplant. Diese Kampagne fördert den Absatz von Dosentomaten aus Italien auf den europäischen Märkten. In den Unternehmen, die in der ANICAV zusammengeschlossen sind, produziert man maschinell, aber in traditionellen Arbeitsprozessen. Die einzelnen Arbeitsschritte sorgen dafür, dass das volle Aroma in den Konserven erhalten bleibt. Die EU unterstützt mit Fördermitteln mehrere Kampagnen, die europäische landwirtschaftliche Produkte in hoher Qualität vermarkten.

Während unserer Pressereise besuchen wir zwei Produzenten. Einmal das Unternehmen Palo, in dem auch Bio-San Marzano hergestellt werden und am nächsten Tag noch die Produktion von Coppola, wo man neben Tomaten auch noch Äpfel und Birnen [z.B. für Babynahrung] verarbeitet. Die Produktion von Dosentomaten ist in beiden Unternehmen in vollem Gange. Die meisten Tomatenfelder sind dieses Jahr jedoch bereits abgeerntet. Trotzdem finden wir noch einen Bauern, auf dem es sowohl San Marzano Tomaten am Strauch, als auch Roma Tomaten am Boden zu ernten gibt. Auf dem fruchtbaren Boden, der viel Lavaasche des Vesuvs enthält, finden die Pflanzen die besten Konditionen, um zu prächtigen Tomaten heranzureifen. Wir pflücken selbst ein paar Tomaten auf den Feldern und nehmen sie abends mit ins Restaurant, wo man sie direkt als Caprese für uns zubereitet. Das war vielleicht lecker!

Wie kommen die Tomaten in die Dose?

Nach der Ernte transportieren Lastwagen die Tomaten zu den Fabriken. In einer Waschstraße wäscht, reinigt und sortiert man zuerst die Tomaten. Danach trennt man bei hoher Temperatur die Schale vom Fruchtfleisch. Ein Scanner sortiert beschädigte Tomaten, Haut und Strunk aus. In diesem Produktionsabschnitt füllt man die geschälten Tomaten bereits mit ihrem Saft in die Konserven. Diese werden anschließend verschlossen und sterilisiert, um das Aroma und die Frische der Produkte zu erhalten und eventuelle Mikroorganismen abzutöten. Danach werden sie etikettiert und sind bereit für den Weitertransport zu den Händlern.

Bei den Premium-Tomaten San Marzano handelt es sich um eine Sorte mit sehr viel Aroma und zarter Schale. Diese Tomaten verwendet man traditionell auch für die Soße auf den Pizzaböden. Produkte aus der Kampagne Red Gold from Europe erkennt ihr an dem aufgedruckten, orangen Label „Enjoy it’s from Europe“. In Deutschland sind sie teilweise sogar bei ALDI erhältlich. Übrigens: Dosentomaten sind fettarm und enthalten außer Vitaminen, wie z.B. Vitamin C und Folsäure, auch das wertvolle Antioxidans Lycopin.

Im Gegensatz zu vielen Billigproduzenten aus Asien werden die Tomaten der ANICAV Produzenten ohne Pestizide, Herbizide oder chemische Düngemittel angebaut. Dies wird bei Ankunft der Tomaten in der Produktion auch labortechnisch überprüft. Die Produktions-Standards für die Enjoy it’s from Europe Produkte sind deutlich höher als die anderer Produzenten, die in Europa verkaufen. Oft stammen deren Zutaten auch gar nicht aus Europa. Denn nicht in allem, was man in der EU kauft, ist auch Europa drin.

Capri, du bist so wunderbar!

Am vierten Tag machen wir einen wunderbaren Ausflug nach Capri. Es ist mein erstes Mal, dass ich die Amalfiküste sehe und es hat mich trotz der Massen an Touristen, die man in den Sommerferien einfach erwarten muss, wirklich verzaubert. Mit einem privaten Motorboot fahren wir an der Küste entlang und schauen in einige der wunderschönen Grotten hinein.

Ein Highlight ist der Besuch des Restaurants A-Ma-Re, das zur Jumeirah-Group gehört. Ein Schlauchboot holt uns an unserem Boot ab und bringt uns direkt an die Klippen, wo Treppen zu den einzelnen Restaurants führen. Direkt auf der Steilküste nehmen wir unseren Lunch ein. Eine wirklich traumhafte Kulisse und das Restaurant so wunderschön. Danach machen wir noch einen kurzen Spaziergang über die Piazzetta in Capri. Sogar ein paar maßgefertigte Capri-Sandalen und ein neues Leinenhemd für meinen Mann sind noch drin.

Abends besuchen wir das Ristorante La Cantinella, wo es unter anderem einen hervorragenden Pulpo gibt. Unser Menü hatte wieder eine tolle Weinbegleitung aus Kampanien, außer dem Franciacorta zum Dessert. Auch in diesem hübschen Restaurant findet man Tische in der Nähe der Fenster, von wo man einen traumhaften Blick auf den Vesuv hat.

Neapel Innenstadt

Am fünften Tag besichtigen wir die Innenstadt von Neapel mit ihren tollen Einkaufsstraßen und haben ein bisschen Zeit herumzustöbern. Den Lunch nehmen wir danach auf der Terrasse des La Caffeteria ein und bekommen dort vom Chef höchstpersönlich eine traditionelle Mokka-Zubereitung am Tisch präsentiert. Die Pasta allo Scarpariello mit frischen Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Parmesan war einfach ein Traum. Zum Abschied schenkt er jedem von uns noch einen handgetöpferten San Gennaro, eingepackt in ein feines Stoff-Taschentuch. Der steht jetzt auf dem Regal in meiner Küche und beschützt dort hoffentlich mein Zuhause.

Farewell-Dinner

Das Farewell-Dinner unserer Pressereise findet im Palazzo Petrucci statt. Dieses mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant liegt direkt am Strand von Neapel und bietet einen wunderschönen Ausblick auf den Vesuv. Hier kocht Chef Lino Scarallo ein wunderbares mediterranes Menü für uns. Ergänzt mit korrespondierenden Weinen. Die Weine aus Kampanien sind übrigens sehr zu empfehlen. Knapp 41.000 Hektar hat das Anbaugebiet. Aglianico, Greco di Tufo oder Fiano di Avellino sind die bekanntesten Sorten. Das Terroir mit den fruchtbaren vulkanischen, küstennahen Böden und teils hohen Lagen in den Bergen bietet gute Bedingungen für den Weinanbau. Der Abend endet außerdem noch mit einem extra für uns bestellten Feuerwerk am Strand. Einfach unglaublich und doch so wunderschön.

Nachts in Neapel

Nachdem wir den Palazzo Petrucci verlassen, quälen wir uns mit dem Bus durch den massiven nächtlichen Wochenendverkehr in Neapel. Donatella erzählt uns, dass wir gleich an einen Punkt kommen, wo in vier Reihen Leute ihre Wagen mitten auf der Hauptstraße parken. Warum? Um nachts Kuchen und Eis zu kaufen. Dadurch kommt es zum allseits bekannten Kuchenstau. So etwas gibt es wohl nur in Neapel!

Manuela Barzan, unsere Organisatorin vor Ort und Wahl-Neapolitanerin erzählt mir, dass man Neapel entweder liebt oder hasst und dass es kaum etwas dazwischen gibt. Für mich kann ich sagen Neapel hat auf jeden Fall zwei Seiten: Eine hässliche, dreckige mit Müll auf den Straßen, Luftverschmutzung, unglaublichem Kamikaze-Verkehr und eine wunderbare Seite mit herzlicher Gastfreundschaft, tollen, regionalen Produkten, einer spannenden und interessanten Küche und warmherzigen Menschen. Ich habe die Zeit in Neapel und Umgebung so sehr genossen und hoffe, ich komme nochmal in diese Ecke. Mein herzlicher Dank geht an ANICAV und die TMC Tele Medien Consult für die tolle Einladung. An Manuela Barzan für das, was sie vor Ort für uns auf die Beine gestellt hat, um uns diese unvergessliche Reise zu ermöglichen. An Donatella, die beste Reiseleiterin, die man sich vorstellen kann und an alle Teilnehmer, die dazu beigetragen haben, dass wir so viel Spaß zusammen hatten.

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Eure Lindenthalerin💕👩🏼‍🍳

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